SPRECHEN, VERSTEHEN, ERLEBEN.

„Englisch von der Stange reicht nicht“

Presse, Allgemein, 24. November 2009

inlingua Deutschland erstmals auf expolingua in Berlin vertreten / Große Resonanz auf Vortrag „Schlüsselfaktor Sprache“


Sprachschulorganisation weltweit vertreten: Daniel Wilmsen (links) von inlingua Freiburg und Roland Becker von inlingua Edinburgh auf der expolingua in Berlin.

Berlin/Freiburg. Erstmals vertreten auf der dreitägigen Messe „expolingua“ in Berlin war in diesem Jahr inlingua Deutschland mit Daniel Wilmsen (Freiburg) als Referent und dem Team des Berliner inlingua Trainingscenters als Standbetreuung. Über 180 Aussteller aus mehr als 30 Ländern waren zur mittlerweile 22. Internationalen Messe für Sprachen und Kulturen ins Russische Haus gekommen. Im Blickpunkt dieser Messe standen Informationen zu Sprachkursen, Sprachreisen, Austauschprogrammen, Sprachlernsoftware und Lehrmitteln. Schüler, Studenten und Lehrkräfte als Fachbesucher konnten sich darüber hinaus innerhalb eines umfangreichen Vortragsprogramms weiterbilden. Eine große Resonanz erfuhr Daniel Wilmsen als Referent mit seinem Vortrag „Schlüsselfaktor Sprache – welche Kompetenzen braucht man im Zeitalter der Globalisierung?“

Die Welt rückt zusammen: Dass der Austausch in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zunimmt und damit die Notwendigkeit der Kommunikation über sprachliche und kulturelle Barrieren hinweg wächst, verdeutlichte Daniel Wilmsen in seinem kurzweiligen und aufschlussreichen Vortrag. „Neben den grundlegenden sprachlichen Kompetenzen, die selbstverständlich gewährleistet sein müssen, sollten wir auch die Kulturen anderer Länder verstehen.“ Anhand verschiedener Beispiele aus unterschiedlichen Kulturkreisen stellte der Referent dar, wie wichtig es beispielsweise sei, die Gesprächsführung in Geschäftsbeziehung auf den entsprechenden Kulturkreis auszurichten. „Ein Japaner legt höchsten Wert auf Harmonie in den Gesprächen, hier trifft die typisch deutsche Mentalität, ohne Umschweife das Ziel anzusteuern, auf Unverständnis.“ Eines betonte Wilmsen immer wieder: „Interkulturelle Kompetenz ist heute die Voraussetzung für den Erfolg eines Unternehmens.“ Doch wie funktioniert die Vermittlung von interkultureller Kompetenz? Neben Rollenspielen und Simulationen, so empfahl der Sprachexperte, sollten während eines Sprachtrainings auch die verbalen und nonverbalen Kommunikationsmuster trainiert werden. Und noch etwas wurde deutlich: „Englisch von der Stange reicht nicht“. Ohne Frage stelle die Lingua Franca oftmals die gemeinsame Sprachbasis dar, doch die Sprachtrainer müssten die Eigenheiten in der Sprache der Kulturen berücksichtigen. „70 Prozent der Trainingsinhalte bei inlingua, die ausschließlich von Muttersprachlern vermittelt werden, beziehen sich auf das Sprechen und nicht auf die Grammatik, damit wird Sprache live in der Kommunikation erlebbar.“ Seine Empfehlung zum Abschluss: „Sprachtrainer müssen weiter sensibilisiert werden, interkulturelle Aspekte stärker zu berücksichtigen. Ohne diese Fähigkeiten werden Unternehmen zukünftig nicht mehr erfolgreich sein können.“





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